Elementarschäden: bauen Sie vor

Eine spezielle Versicherung schützt vor Elementarschäden, also Schäden aus Überschwemmungen, Rückstau oder Schneedruck

Der Herbst ist da: Ob er kräftige Herbststürme und ergiebigen Regen bringen wird? Machen Sie sich darüber und welche Folgen Mutter Natur für Ihre eigenen vier Wände vorsieht, keine Gedanken. Wir erklären Ihnen, welche Schäden durch eine Gebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt sind und wie Sie nicht auf Elementarschäden sitzen bleiben. Weiterlesen

Baufinanzierung: Was Sie dazu wissen sollten

Baufinanzierung: Die fünf wichtigsten Fragen, die passenden Antworten

Eine Bau­finanzierung für den Neubau oder den Kauf eines gebrauchten Hauses will gut vorbereitet sein. Sie muss maßgeschneidert sein, denn sie gilt in den meisten Fällen für viele Jahre. Die Volksbank Lübbecker Land nennt Ihnen die fünf wichtigsten Fragen, die Sie bei Ihrer Baufinanzierung berücksichtigen müssen. Weiterlesen

Sanieren geht über Studieren

Sanieren ist im Trend: vor allem altersgerechtes Umbauen wird im Lübbecker Land immer wichtiger

In Zeiten niedriger Zinsen stehen Immobilien hoch im Kurs. Nicht nur in Sachen Kauf oder Verkauf, sondern auch beim Sanieren. Denn wenn nicht jetzt, wann dann? In welchen Bereichen wird derzeit verstärkt umgebaut? Und worauf sollte man beim Sanieren achten? Die Antworten lieferte in unserem Interview für „VB aktuell“, das elektronische Magazin  der Volksbank Lübbecker Land, der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, Karl Kühn (Lübbecke).

Herr Kühn, wenn wir einmal quer über alle Gewerke blicken: Welche Trends beim Sanieren beobachten Sie derzeit?

Die Wärmedämmung ist nach wie vor ein Thema. Denn viele Häuser, die jetzt im Verkauf sind, sind nicht gedämmt. Beim Umbau von Gebäuden und auch beim Neubau geht der Trend zu kleinen Wohnungen. Also zum Beispiel aus einer großen Wohnung zwei kleine zu machen

Wenn wir das Thema Sanieren  und Umbauen einmal aufteilen in den privaten und den gewerblichen Bereich…

…dann beobachten wir Handwerker, dass im privaten Bereich Familien beim Sanieren mittlerweile vieles selbst erledigen. Da gibt es aber auch tolle Möglichkeiten des Zusammenspiels bei privaten Sanierungsprojekten. Bei Wärmedämmungen zum Beispiel können bestimmte Arbeiten in Eigenleistung bei voller Gewährleistung eingebracht werden. Das spart Geld. Die Handwerksbetriebe geben dabei gerne Hilfestellung. Im gewerblichen Bereich ist das Auftragsvolumen gut bis sehr gut, weil die Konjunktur floriert. Kommunen investieren derzeit in Schulen und Rathäuser, vergangenes Jahr wurden in vielen Kitas Räume für den U3-Bereich umgebaut. Auch das altersgerechte Umbauen ist stark gefragt.

Altersgerechtes beziehungsweise barrierefreies Umbauen: Wie wichtig ist das?

Es wird immer mehr. Die Menschen sind mittlerweile sensibler dafür und fangen rechtzeitig, also ab einem Alter von etwa 50 Jahren, an, es umzusetzen. Es geht zum Beispiel darum, im Badezimmer die Einstiege zur Dusche oder Wanne ebenerdig zu haben oder auch breite Türen einzubauen. Das ist ein Zukunftsmarkt, das Thema wird sich immer mehr in den Vordergrund schieben. Die Menschen wollen nach Möglichkeit auch als Senior in ihrer Wohnung leben, deshalb sollte diese dann frühzeitig altersgerecht sein.

Wenn ich mich dafür interessiere, was muss ich dann tun?

In aller Regel werden Sie für einen altersgerechten Umbau keinen Bauantrag stellen müssen, weil es sich um einen Innenausbau handelt. Sprechen Sie also direkt einen Innenarchitekten oder einen Handwerksbetrieb an, zum Beispiel einen Sanitärexperten. Kunden möchte heutzutage vieles aus einer Hand haben und nur einen festen Ansprechpartner haben. Bei einem solchen Umbauprojekt bedeutet das, dass ein Handwerksbetrieb, eine Firma Ihr Ansprechpartner ist, der mit den anderen Gewerken zusammenarbeitet. Die Planung ist dabei äußerst wichtig, denn oft sollen die Arbeiten kurzfristig erledigt werden. Das klappt aber termingerecht. Daher ist auch dies ein Wachstumsmarkt.

Gibt es für altersgerechtes Umbauen finanzielle Hilfen?

Ja, die gibt es. Es bestehen Fördermöglichkeiten durch entsprechende Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sprechen Sie dies bei Ihrer Hausbank, in unserem Falle also der Volksbank Lübbecker Land, direkt an. Die Zinsen sind niedrig, der Zeitpunkt für das Umbauen ist also günstig.

Herzlichen Dank, Herr Kühn, für dieses Gespräch zum Thema Sanieren!

Kreishandwerksmeister Karl Kühn ist nach wie vor auf „seinen“ Baustellen sehr präsent.

Viele weitere Informationen und Ansprechpartner zum Thema Sanieren finden Sie auf der Internetseite der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland:

Ganz schön teuer, diese Steuer

Eine Übersicht über die Höhe der Grunderwerbssteuer in den einzelnen Bundesländern

Der 1. Januar 2014 war für viele Immobilienverkäufer und –käufer ein wichtiges Datum: Zu diesem Stichtag erhöhten vier Bundesländer die Grunderwerbssteuer. In Niedersachsen, Bremen, Berlin und Schleswig-Holstein müssen Immobilienkäufer seit dem 1. Januar 2014 mehr an den Fiskus zahlen. Dazu möchten wir Ihnen als Volksbank Lübbecker Land einige Erläuterungen geben.

Die Grunderwerbsteuer (GrESt) wird beim Übertragen einer inländischen Immobilie erhoben. Das bedeutet, immer dann, wenn ein Kaufvertrag über ein Grundstück, Haus oder eine Wohnung in Deutschland geschlossen wird. Die Ausnahmen:

Bei …

  • einer Erbschaft,
  • einer Schenkung oder
  • einem Verkauf zwischen Personen, die in gerader Linie direkt verwandt sind, also zwischen Eltern und ihren Kindern oder zwischen Ehepartnern, nicht aber zwischen Geschwistern,

wird keine Grunderwerbssteuer erhoben.

Wie hoch ist diese Steuer?

Dies ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, da die Länder seit dem 1. September 2006 den Steuersatz selbst festlegen. Zuvor galt von 1998 bis 2006 ein bundesweit einheitlicher Satz. Die aktuellen Sätze:

BundeslandGrunderwerbssteuersatzGültig seit:
Baden-Württemberg5,0 Prozent05.11.2011
Bayern3,5 Prozent
Berlin6,0 Prozent01.01.2014
Brandenburg5,0 Prozent01.01.2011
Bremen5,0 Prozent01.01.2014
Hamburg4,5 Prozent01.01.2009
Hessen5,0 Prozent01.01.2013
Mecklenburg-Vorpommern5,0 Prozent01.07.2012
Niedersachsen5,0 Prozent01.01.2014
Nordrhein-Westfalen5,0 Prozent01.10.2011
Rheinland-Pfalz5,0 Prozent01.03.2012
Saarland5,5 Prozent01.01.2013
Sachsen3,5 Prozent
Sachsen-Anhalt5 Prozent01.03.2012
Schleswig-Holstein6,5 Prozent01.01.2014
Thüringen5,0 Prozent07.04.2011
Achten Sie durchaus schon beim Studium von Immobilienanzeigen auf das Thema Steuer: Die Grunderwerbsteuer soll in Ihre Gesamtkalkulation mit einfließen.

(Stand: 17. April 2014 – alle Angaben ohne Gebühr.)

In Bayern und Sachsen könnte es in absehbarer Zeit zu einer Steigerung der Grunderwerbssteuer kommen. Dies sind die einzigen Länder, die ihren Grunderwerbssteuersatz nicht erhöht haben, seit ihnen 2006 das Recht dazu zugefallen ist.

 

Wer muss die Grunderwerbssteuer zahlen?

Grundsätzlich sind beide Vertragsparteien beim Hauskauf Steuerschuldner. In aller Regel wird die Zahlungspflicht im notariellen Kaufvertrag auf den Käufer übertragen. Zahlt der Käufer die Steuer nicht, wendet sich das Finanzamt an den Verkäufer, losgelöst von der Regelung im Vertrag steht. 

Was sollten Sie bei der Grunderwerbssteuer unbedingt beachten?

Das Sie als Käufer diesen Posten in die Gesamtkalkulation beim Erwerb einer Immobilie mit einplanen. Bei einer Kaufsumme von 200.000 oder 300.000 Euro ist eine Grunderwerbssteuer von 5 Prozent – wie sie in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gilt – schon eine erhebliche Summe. Vergessen Sie dabei nie unsere „20-Prozent-Regel“: 20 Prozent des Anschaffungswert sollten Sie als Eigenkapital auf der hohen Kante haben – damit ihre spätere monatliche Belastung nicht zu schwer wird.

 

Sprechen Sie mit unseren Immobilienexperten der Volksbank Lübbecker Land, wenn wir Ihnen rund um dieses Thema weiterhelfen sollen.

Wichtige Richtschnur in Sachen Energie

Am 1. Mai 2014 bekommen die Energieausweise mehr Bedeutung

Der 1. Mai 2014 ist ein wichtiges Datum. An diesem Tag tritt bundesweit eine neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Unter anderem erhält der Energieausweis für Gebäude mehr Gewicht. „Energieausweis“: Was ist das?

  • Er enthält Informationen über den energetischen Zustand und die Energieeffizienz eines Gebäudes. Damit lassen sich Gebäude (ähnlich wie bei Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten) miteinander vergleichen.
  • Er stuft ein, wie gut ein Gebäude geeignet ist, Wärmeverluste und damit Kosten für Energie gering zu halten.
  • Er empfiehlt in Kurzform Maßnahmen zur Gebäudesanierung und -modernisierung, um den Energieverbrauch zu senken.
  • Käufer und Mieter erfahren, wie hoch die Kosten für Heizung und Warmwasser in etwa sein werden.
  • Der Energieausweis ist maximal zehn Jahre gültig.
  • Der Energieausweis wird nicht für einzelne Wohnungen, sondern nur für ein gesamtes Gebäude ausgestellt.

Welche Konsequenzen hat das?

Bei jedem Verkauf bzw. bei jeder Vermietung muss dem Mieter oder Käufer der Energieausweis bereits bei der Besichtigung vorgelegt und nach Abschluss übergeben werden. 

Jede Immobilienanzeige in kommerziellen Medien (z. B. Zeitung, Internet) muss künftig Pflichtangaben aus dem Energieausweis (z.B. den Energiekennwert etc.) enthalten.

Was ändert sich im Energieausweis?

Ab 1. Mai 2014 ist eine zusätzliche Kennzeichnung vorgesehen. Bisher zeigte im Energieausweis eine Skala von grün bis rot die Energieeffizienz einer Immobilie an. Mit der EnEV 2014 bekommen Häuser – ähnlich wie Haushaltsgeräte – eine Energieeffizienzklasse: Von A+ für Häuser mit sehr guter Energieeffizienz bis H am unteren Ende der Skala.

Wo bekommen Sie einen Energieausweis?

Die Immobilienexperten der Volksbank Lübbecker Land raten, sich mit einem Fachmann in Sachen Energie in Verbindung zu setzen. Energieausweise werden zum Beispiel von Energieberatern, Schornsteinfegern, Heizungsbauern oder Architekten ausgestellt. Das Dokument kostet im Übrigen zwar Geld, zeigt allerdings die Potenziale eines Hauses auf.

Was sich sonst noch mit der neuen Energieeinsparverordnung ändert …

  • Ab 2016 gelten für Neubauten viel strengere Anforderungen. Rund 25 Prozent mehr Energieeffizienz im Vergleich zur alten Energieeinsparverordnung sind dann Pflicht.
  • Für Altbauten greifen zwei neue Regelungen: Alte Heizkessel müssen ausgetauscht

werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Allerdings gelten Ausnahmen. Der Dachboden muss bis Ende 2015 einen Mindestwärmeschutz (Dachbodendämmung) aufweisen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen von der Regel.

Haben Sie Fragen zum Thema Energie? Dann setzen Sie sich mit den Spezialisten der Volksbank Lübbecker Land in Sachen Bauen und Wohnen in Verbindung.

 

Quellen: