EZB Programm: Was Sie als Anleger jetzt beachten sollten

EZB Programm: Der groß angelegte Kauf von Staatsanleihen sollte Sie über Anlagealternativen nachdenken lassen

Die Europäische Zentralbank (EZB) erntet von Seiten der deutschen Genossenschaftsbanken Kritik für ihr Vorhaben, für insgesamt rund 1,1 Billionen Euro Staatsanleihen von Euroländern zu kaufen. „Mit dieser aktionistischen Politik trägt die EZB zur Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger bei. Außerdem fördert sie mit der Entscheidung die Bildung von Preisblasen an den Finanzmärkten“, sagt Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Das aktuelle Staatsanleiheaufkaufprogramm der EZB lässt sich nach Einschätzung unseres Bundesverbandes nicht mit den aktuellen Entwicklungen im Euroraum rechtfertigen. Zum einen bessert sich der Konjunkturausblick für den Euroraum am aktuellen Rand, zum anderen ist trotz niedriger Inflationsraten momentan kein ernsthaftes Deflationsrisiko für den gesamten Währungsraum zu erkennen.

EZB_Frankfurt am Main

Direkt am Main gelegen: Das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Foto: fotolia

Das eigentliche Problem der Eurozone, nämlich die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit in Teilen der Peripherie, kann durch die Geldpolitik der EZB nicht nachhaltig gelöst werden. Ein Stocken des Reformprozesses dürfte die konjunkturelle Dynamik und die finanzielle Situation der unter Druck geratenen Euro-Staaten schwächen.

Nicht zu vergessen: Die Aussicht auf Zinsen anhaltend nahe Null schwächt die Altersvorsorge in Deutschland, indem sie das Sparen nicht mehr lukrativ erscheinen lässt. Damit drohen bei der privaten Altersvorsorge zusätzliche Vorsorgelücken zu entstehen. Die expansive Geldpolitik der EZB wird daher, je länger sie dauert und je aggressiver sie ausgestaltet ist, eine immer stärkere Belastung für die private Altersvorsorge.

Was nehmen Sie als Mitglied und Kunde der Volksbank Lübbecker Land daraus mit?

  • Die Nullzinspolitik der EZB scheint auf Jahre hinaus zementiert.
  • Anleger müssen für Tagesgeld und Festzinsanlagen weiter mit sehr niedriger Verzinsung rechnen.

Das bedeutet:

  • Da die Inflationsrate in Deutschland über den Realrenditen solcher Anlageformen liegt, wird das Vermögen dieser Anleger verkleinert.
  • Wer also nur auf Sicherheit und Liquidität setzt, läuft Gefahr, einen realen Wertverlust zu erleiden!

Deshalb ist wichtig:

  • Denken Sie über Anlagealternativen nach.
  • Schätzen Sie sich selbst ein: Was für ein Anlagetyp sind sie? Wie steht es um Ihre individuelle Risikoeinstellung?
  • Bringen Sie Struktur in Ihr Vermögen und teilen es in verschiedene Anlageklassen auf. Dies beugt einem Kaufkraftverlust Ihres Vermögens vor.

Unsere Beraterinnen und Berater helfen dabei, die für Sie passende Geldanlage zu finden. Sprechen Sie uns an!

Wie wir die Niedrigzinspolitik der EZB kontern, lesen Sie hier: